Damen II Bezirksoberliga Nord 2014/15

Tragik zum Abschluss

 

 

‚Es hat nicht sollen sein‘ wäre eine schöne Begründung für die beiden letzten Spieltage der Damen II aus Bergshausen. Zweimal war man auswärts angetreten und sowohl in Balhorn als auch in Rotenburg hatte man zum Schluss das Nachsehen gehabt. Der Ursache-Wirkungs-Zusammenhang ist aber leider weniger schicksalhaft als selbstverschuldet.

Der Anfang vom Ende begann am 08.03.2015 in Balhorn. Bei schönstem Wetter starteten wir gut in die Partei gegen die gut aufgestellte Heimmannschaft. In einer ausgeglichenen Partei bekamen die Zuschauer zunächst wenig Fehler zu sehen. In einem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen konnten die Bergshäuser schließlich den ersten Satz für sich gewinnen. Doch die Talfahrt ließ nicht lange auf sich warten und so wandelte sich das Spiel bereits im zweiten Satz, der bekanntermaßen zu den generell schwächsten der Mannschaft zählt. Viele Eigenfehler ließen das eigene Spiel erstarren, wenige Aktionen waren möglich und selbst diese in ihrer Ausführung mangelhaft. Die Konstanz des Gegners sicherte der Balhorner Mannschaft im Folgenden nicht nur den zweiten, sondern alle weiteren Sätze. Auch das wiedergefundene Ballgefühl der Bergshäuser Damen im vierten Satz konnte den Gegner nicht mehr aus dem Spiel bringen und führte zur klaren 3:1 Niederlage.

Der Schock wurde verdaut. Man hatte ja schließlich noch einen letzten Auftritt in dieser Saison am darauffolgenden Wochenende in Rotenburg. Kaum angekommen, fand man sich direkt im hitzigen Abstiegskampf wieder und die Karten sollten genau an diesem Tag neu gemischt werden. Des einen Freud, des anderen Leid und wir litten definitiv.

Beide Mannschaften bewegten sich in der Partie auf Augenhöhe und nennenswerte Punktvorsprünge waren nicht zu verzeichnen oder wurden umgehend aufgeholt. Lange Ballwechsel und knappe Entscheidungen sorgten bereits in den ersten Sätzen für eine aufgeheizte Stimmung, die sich bis zum Ende noch steigern sollte. Nachdem man den ersten Satz für sich entscheiden konnte, brachte die bekannte Tiefphase im zweiten Satz einen Satzgewinn für den Gegner. Doch wir knüpften an und konnten den dritten Satz erneut für uns entscheiden. Den Unterschied machten dabei Fehlerquoten und Ideenreichtum im Abschluss, denn die Rotenburger Gummiwand brachte einige verloren geglaubte Bälle wieder zurück. Was bisher eindeutig als Volleyball zu erkennen gewesen war, musste im vierten Satz einer volleyballähnlichen Sportart weichen. Der Mannschaft fiel es zusehends schwerer, sich in das Spiel einzufinden. Mangelnde Absprachen und viele Fehler brachten unser Spiel zum Erliegen und lösten beim Gegner zunehmend Jubel aus. Ratlos und hilflos fand sich nun im Tiebreak wieder. Mit neuem Elan und wiedergewonnener Fassung konnte man schnell einen Vorsprung herausspielen. Bis zum Seitenwechsel waren die Damen souverän vorn gewesen. Doch dann ließ man sich durch starke Angriffe und gute Aufschläge Führung und Satz abnehmen. Die Roteburger jubelten. Diese Punkte sicherten den Klassenerhalt des einstigen Aufsteigers. Uns blieben nur lange Gesichter, ein gewonnener Punkt und die Gewissheit, dass es trotz allem für einen guten vierten Platz in der Bezirksoberliga gereicht hat.